Genau darum geht es bei den Inklusionsrundgängen, die wir im Juni bereits zum dritten Mal gemeinsam mit dem Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München durchgeführt haben. Die Fortbildung zu Geh-, Hör- und Sehbehinderungen sensibilisiert Beschäftigte des Mobilitätsreferats für unterschiedliche Bedürfnisse und macht Barrieren im öffentlichen Raum unmittelbar erlebbar. So können die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen stärker in die Mobilitätsplanung einfließen.
Gemeinsam mit rund 80 Teilnehmenden erkundeten wir in moderierten Kleingruppen auf einer 75-minütigen Tour den öffentlichen Raum. Mit Rollstühlen, Blindenstöcken und Augenbinden meisterten sie Baustellensituationen, nutzten den ÖPNV und erlebten so die Stadt aus der Perspektive blinder, gehörloser und rollstuhlnutzender Menschen.
Neuheiten in diesem Jahr:
- Erstmals gab es einen Inklusionsrundgang für Stadträt:innen des Mobilitätsausschusses mit anschließendem Austausch gemeinsam mit dem Behinderten- und Seniorenbeirat.
- Die Rundgänge wurden für Multiplikator:innen aus dem Bau- und Kreisverwaltungsreferat sowie der MVG geöffnet.
- Ergänzend stand die Sensibilisierung für nicht sichtbare Behinderungen und das internationale „Sonnenblumen-Netzwerk“ auf dem Programm.
Die Rundgänge haben eindrucksvoll gezeigt, dass bereits kleine Hindernisse große Auswirkungen haben können und wie wichtig es ist, Mobilität und öffentliche Räume konsequent aus der Nutzer:innen-Perspektive zu denken.
Der offene Austausch und die gemeinsame Reflexion lieferten wertvolle Impulse für eine inklusivere Stadtentwicklung.
Vielen Dank an alle Beteiligten für ihr Engagement und den inspirierenden Austausch!
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